Eine Versandanmeldung (auch: Versandschein) ist ein Begleitpapier beim grenzüberschreitenden Warentransport.

Ein T1 Dokument wird zur Beförderung von Nichtgemeinschaftsware innerhalb der EU verwendet. Das Versandverfahren kann elektronisch (via NCTS) oder auch handschriftlich eröffnet werden. Bei der elektronischen Eröffnung wird dem Versandschein eine MRN (Movement Reference Number, dt. etwa Versandreferenznummer) zugeordnet. Bei der handschriftlichen Eröffnung wird beim zuständigen Zollamt eine VAB-Nr. (Nr. aus dem Versandscheinausfertigungsbuch) eröffnet. Das handschriftliche Verfahren wird heutzutage als Notfallverfahren verwendet.

Man unterscheidet folgende Versandscheine:

 

T1

Für Nichtgemeinschaftswaren (früherer Begriff: Zollgut) imgemeinschaftlichen Versandverfahren.

T2

Für Gemeinschaftswaren (früherer Begriff: Freigut) bei Beförderung durch ein Nicht-EU-Land.

T-

Für Nichtgemeinschaftsware und Gemeinschaftsware, die mit einem LKW transportiert werden.

T2F

siehe T2L, jedoch gehören  Abgangsland und/oder Bestimmungsland sowie Teile der Transportstrecke  nicht zum Steuergebiet der EU. (z.B. über Wasser, oder von und zu den Kanaren, den Kanalinseln und den Aland-Inseln.)

T2L

Warenverkehrsbescheinigung bzw. Präferenznachweis für Ware des statistisch freien Verkehrs, d. h. für bereits verzollte Nichtgemeinschaftsware oder EU-Gemeinschaftsware

T2SM

Seit dem 1. April 2005 wegen des Kooperationsausschusses mit San Marino

T2LSM

Seit dem 1. April 2005 wegen des Kooperationsausschusses mit San Marino

 

Hauptartikel: Gemeinschaftliches und gemeinsames Versandverfahren

 

Im Versandschein müssen folgende Daten angegeben werden (oben angefangen):

  • Versender/Empfänger
  • Gesamtanzahl von Positionen
  • Gesamtanzahl von Packstücken (Kolli)
  • Versendeland/Bestimmungsland
  • Kennzeichen des Beförderungsmittel/ggf. auch Auflieger oder Anhänger und Zulassungsland
  • AWB-Nr., Stückzahl, Gewicht,
  • Zolltarifnummer
  • Gesamtgewicht (Rohmasse)
  • Nummer des Hauptverpflichteten
  • Abgangs-/Bestimmungszollstelle
  • Anzahl der Verschlüsse (Tyden Seal - Zollplombe) (wenn nicht durch Nämlichkeitssicherung z. B. Handelsrechnung, Packliste o. Ä. gesichert wird)
  • letzter Tag der Frist

 

Des Weiteren muss bei der Durchfahrt durch ein Nicht-EU-Land (z. B. Schweiz) ein Grenzübergang eingetragen werden. Bei Sicherung mit Rechnung muss die Rechnung als Vorgelegte Unterlage eingetragen werden. Auf dieser Rechnung muss die korrekte Warenbezeichnung, (bei Maschinen, Fahrzeugen usw. die Fahrgestellnummer oder Fertigungsnummer) eingetragen sein. Dieses Verfahren wird gerne bei Sammel-LKWs angewendet, die an mehreren Stellen Nichtgemeinschaftsware laden.